E-Paper - 05. Juli 2019
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Klimawandel ist nicht menschengemacht

Claudia Surek

Vergangene Woche hat der Luzerner Kantonsrat symbolisch den Klimanotstand ausgerufen und entschieden, dass Massnahmen zur Eindämmung des Klimawandels getroffen werden. Der diplomierte Ingenieur ETH/SIA und HM IABSE Anton F. Steffen vom Luzerner Institut für Umwelttechnik und Ökologie sieht das als Unsinn an, denn das Klima könne so nicht beeinflusst werden.

Luzern Hartnäckig halten sich die Berichte aufrecht, dass der Grund für die Klimaveränderungen die CO2-Immissionen sind und demnach der Mensch schuld an Wetterkapriolen, Erwärmung der Erde, Gletscherrückgang, Artensterben usw. ist. Anderweitige wissenschaftliche Darlegungen, die das Gegenteil beweisen, werden entweder ignoriert oder als unseriös abgetan und das seit Jahrzehnten. Ist C02 verantwortlich für eine Klimakatastrophe? Dieser Frage ging Anton F. Steffen in einer Studie nach, die 2014 am Weltsymposium der International Association for Bridge and Structural Engineering IABSE in Lissabon im Rahmen des Themas «Sustainable (nachhaltig) Engineering» publiziert und von ihm als Gastvorlesung an der Tongji Universität in Shanghai vorgetragen wurde. «Damals wurde ich als Klimalügner bezeichnet. Heute klingt es anders und meine Thesen werden immer mehr bestätigt», erzählt Anton F. Steffen und fügt an: «Es ist lachhaft zu glauben, dass mit einer C02-Reduktion Einfluss auf die Klimaveränderung genommen werden kann.» Das sagt er auch zu den neusten Vorhaben von Forschern, die C02 der Atmosphäre entziehen und bunkern möchten.

Naturwissenschaftliche Beweise

Bohrungen im arktischen Eis haben hervorgebracht, dass die Temperatur und das Klima auf der Erde im Verlaufe der letzten 800 000 Jahre grossen Schwankungen unterworfen waren, die nicht auf anthropogene (vom Menschen verursachte) Gründe zurückgeführt werden können. Das geht aus der Studie von Anton F. Steffen vor. Er zeigt zudem auf, dass unter verschiedenen Schweizer Gletschern Baumresten gefunden wurden und belegen, dass das Klima in Europa vor etwa 4000 Jahren wärmer war als heute und es damals in den Alpen keine Gletscher gab. Steffen beruft sich ausserdem auf die sogenannte Pentagon-Studie, die acht abrupte Klimaänderungen auf der Erde nachweist und besagt, dass die aktuelle Klimaveränderung nicht auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sei.

Saubere Luft

Anton F. Steffen differenziert zwischen dem natürlichen und durch zivilisatorische Aktivitäten frei gesetztem Kohlendioxid (C02). Letzteres bewegt sich unter der 4 Prozent-Marke, die übrigen 96 Prozent stammen aus den Meeren, von Tieren und Pflanzen. Anders ausgedrückt ist der menschengemachte C02-Ausstoss derart gering, dass seine Eliminierung keinen Einfluss auf das Klima haben kann. «Die Natur ist durchaus in der Lage, die jährlich aus anthropogenen Tätigkeiten stammenden zusätzlichen C02-Frachten zu übernehmen», fügt Steffen an und bezeichnet die in der Schweiz geltende C02-Abgabe Unter dem Titel des Klimaschutz ebenfalls als lächerlich. Handlungsbedarf sieht der Luzerner Ingenieur jedoch in der Luftqualität, die Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von Mensch und Tier hat. Dazu müsste weltweit der Ausstoss von NOx (Stickoxide) reduziert werden. «Hier ist die Schweiz auf einem guten Weg», meint Steffen. Er appelliert zudem für eine Minimierung von fossilen Brenn- und Treibstoffen zum Energiesparen. «Unsere Gebäude hierzulande verbrauchen etwa 43 Prozent unserer Energie. Bei allen müsste die Raumtemperatur auf 18 Grad Celsius gesenkt werden, um mindestens zwei Drittel der Energie einzusparen», erklärt Steffen. Unmöglich sei hingegen das Ziel zu erreichen, den C02-Ausstoss bis 2050 auf netto null pro Einwohnerin und Einwohner zu reduzieren, wie das der Luzerner Regierungsrat in seinem Bericht an den Kantonsrat für eine nachhaltige kantonale Energie-, Luftreinhalte- und Klimapolitik unterbreiten will. «Dann müssten alle Heizungen abgestellt werden», so Steffen.

Das Schüren von Ängsten vor einer Klimaänderung ist nicht neu. Anton F. Steffen erinnert an das vor über 30 Jahren hochstilisierte Waldsterben, bei der ein Horrorszenario suggeriert wurde. «Die Bevölkerung darf nicht nochmals durch spekulative und wissenschaftlich nicht haltbare Theorien verunsichert werden», findet Anton F. Steffen. Am 4. September 2019 wird er am Kongress zum 90-jährigen Bestehen des IABSE (International Association for Bridge and Structural Engineering) in New York erneut einen Vortrag über seine zusammengetragenen Daten und Fakten halten, die belegen, dass C02-Immissionen keinen Einfluss auf die Entwicklung des Klimas haben.

Luzerner Rundschau vom Freitag, 5. Juli 2019, Seite 1 (62 Views)

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